Tomáš Koloc

Tomáš Koloc *1977 in Böhmen, wo er bis heute lebt. Nach seinem Sozialwissenschafts- und Bohemistikstudium arbeitete er als Fachredakteur für Interviews und Reportagen für den Großteil tschechischer Periodika sowie den Tschechischen Rundfunk. Er ist Mitbegründer des einzigen tschechischen Periodikums, das von einer Verlagsgenossenschaft herausgegeben wird: der Kulturzeitschrift „Kulturní noviny“. Weiter war er in manuellen Berufen tätig und studierte Sozialkunst, um bedürftigen Menschen helfen zu können. Dank dieser Auslastung gab er bisher nur zwei Prosa- und Kurzprosasammlungen heraus, obwohl er hunderte neue Prosa- und Kurzprosawerke in seiner Schublade liegen hat. Osek (Hradec Králové, Gaudeamus 2001) und Někdy je to blízko (Tvar, Prag 2003). Er verfasst auch kurze, meditative Formen; vertreten ist er auch im Almanach des tschechischen und slowakischen Haiku „Míjím se s měsícem“ (Prag, DharmaGaia 2013). Im Jahr 2000 wurde er für seine Poesie mit dem Tereza-Nováková-Preis ausgezeichnet. Er verfasst Essays darüber, wie er vom tschechischen Film in unterschiedlichen Themenbereichen inspiriert wurde (Judentum, Kirche, Werke des Dichters Fráňo Šrámek oder des Regisseurs Miloš Forman). Neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller und Dichter widmet er sich dem Übersetzen und der Fotografie.